Neues

Wechsel in Aufsichtsrat und Vorstand

Unser bisheriges Vorstandsmitglied Werner Kümmel hat sein Mandat zum 10.11.2017 beendet.

Hans-Joachim Purde, bisher Vors. des Aufsichtsrats, wurde als stellvertretender Vorstand bis zum 31.12.2018 vom Aufsichtsrat bestellt. Sein Mandat als Aufsichtsrat ruht. 

Robert Winkler wurde von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Als neue Kontaktadresse der 3EeG gilt ab sofort:

EigeneErneuerbareEnergie eG (3EeG)
c/o Purde
Gluckstraße 27
85598 Baldham
 

Einweihung PV Sporthalle Zorneding

Mit Freude können wir mitteilen, dass nach langer Durststrecke das zweite Projekt der 3E realisiert wurde.

Seit dem 01.02.2017 werkelt eine 65 kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach der neuen Sporthalle Zorneding.

Die Gemeinde hat uns dankenswerterweise die Dachfläche kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wir hätten gerne eine 100 kWp-Anlage installiert, von den Bayernwerken bekamen wir an diesem Standort jedoch nur eine Einspeisegenehmigung für 65 kWp.

Die PV-Anlage wird den Strom zu 100% in das örtliche Stromnetz einspeisen...

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Neue Schwerpunkte für Energieprojekte

Wie wir alle aus den Medien entnehmen konnten, wird in Berlin heftig an den bisherigen gesetzlichen Regelungen des EEG (Energieeinspeisegesetz) gerüttelt. Daraus entstehen naturgemäß erhebliche Unsicherheiten bezüglich aller Investitionsabsichten auf dem Gebiet der regenerativen Energieerzeugung. Die Erträge der Einspeisung von Strom und des Verkaufs von Strom sind nahezu nicht mehr kalkulierbar.

Am letzten Wochenende erst kam die Meldung in der Süddeutschen Zeitung, dass die Stadtwerke München in einem radikalen Schritt sämtliche Investitionen in Ökostromprojekte gestoppt haben (Münchner Stadtwerke stoppen Ökostrompläne in Deutschland). Die Ansage einer Bremse entfaltet also bereits ihre Wirkung, noch bevor das Vorhaben überhaupt in Gesetz gegossen ist.

Die noch sehr junge 3E eG ist davon ebenso betroffen. In der derzeitigen Situation fehlt jede Grundlage für eine sinnvolle Entscheidung über weitere Projekte, die auf der EEG-Vergütung basieren, also speziell für Photovoltaik und Windenergie. Wir werden daher nicht so schnell, wie wir es geplant hatten, zu weiteren Projektumsetzungen in diesem Bereich kommen. Die Blockade könnte durchaus ein Stück weit über den Wahltermin im September hinaus reichen.

Die 3E eG wird deshalb die Projektaktivitäten erweitern. Neben den im Business Plan genannten Themen Photovoltaik und Windenergie werden wir auch die Themen Wärmenetze und Wärmeerzeugung, sowie Energiespeicher aufnehmen und versuchen, entsprechende Projekte zu identifizieren und umzusetzen. Photovoltaik und Windenergie bleiben dabei im Fokus, so dass bei einer Verbesserung des Investitionsumfelds jederzeit wieder Projekte kurzfristig umgesetzt werden können.

Jedes Thema wird, wie bereits angekündigt, durch einen Arbeitskreis bearbeitet. Wer Interesse an der ehrenamtlichen Mitarbeit hat und sich entsprechend engagieren will und kann, möge sich bitte bei den Koordinatoren melden:

 

Die Arbeitsgruppen werden durch “Querschnittsfunktionen” unterstützt, die je nach Bedarf übergreifend alle Arbeitsgruppen in Abstimmung mit dem Vorstand beraten und z.B. zu folgenden Themen Kompetenz mitbringen oder aufbauen:

 

  • Rechtliche Fragen, Energiegesetze (EEG), Fördermöglichkeiten
  • Steuern, Finanzierung, Rentabilitätsberechnung
  • Marketing, Öffentlichkeitsarbeit

Ansprechpartner hierzu ist der Vorstand, also wolfgang.poschenrieder@3e-eg.de oder werner.kuemmel@3e-eg.de

Gleichermaßen gilt der Aufruf an alle: Wenn sie ein Projekt wissen, das für die 3EeG interessant sein könnte, bitte melden Sie sich beim entsprechenden Arbeitskreis oder unter info @ 3e-eg.de!

Arbeitskreise innerhalb der 3E Genossenschaft

Alle Aktivitäten und die Organisation der Genossenschaft werden derzeit ausschließlich durch ehrenamtliche Mitarbeiter erbracht. Das ist ein sehr kostengünstiges Modell, es hat aber auch Grenzen in Zeit und Energie, die jeder einzelne Mitarbeiter in Vorstand und Aufsichtsrat einbringen kann. Um die Aktivitäten der Genossenschaft weiter auszubauen, haben wir uns dazu entschieden, die Zahl der aktiven Mitarbeiter zu erhöhen und die Aktivitäten auf eine breitere Basis zu stellen.

Die beste Struktur für diesen Schritt bietet die Einrichtung von Arbeitskreisen. In jedem Arbeitskreis kann eine überschaubare Gruppe aktiver Mitglieder ein bestimmtes Thema erarbeiten, Projekte identifizieren und zur Umsetzung bringen. Daher will das Gründungsteam zusammen mit interessierten Mitgliedern vier Arbeitskreise ins Leben rufen. Für jeden Arbeitskreis hat sich ein Koordinator gefunden, die die Abstimmung mit dem Vorstand und die Koordination mit den übrigen Genossenschaftszielen sicherstellt:

 

 

Photovoltaik

Koordinator: Hemut Obermaier (helmut.obermaier@3e-eg.de)

 

 

 

Windkraft

Koordinator: Josef Mittermeier (josef.mittermeier@3e-eg.de)

 

 

Wärmenetze und Wärmeerzeugung

Koordinator: Hans Purde (hans.purde@3e-eg.de)

 

 

Energiespeicher

Koordinator: Wolfgang Poschenrieder (wolfgang.poschenrieder@3e-eg.de)

 

 

Die Arbeitskreise sind also thematisch nach Energieart aufgeteilt. Dies erscheint die beste Form, um interessierten Mitgliedern ein attraktives Umfeld für eigene Initiativen zu bieten. Es können auch gerne weitere Arbeitskreise gebildet werden, wenn sich genügend Mitglieder für ein bestimmtes Thema einbringen möchten. Daneben gibt es einige Querschnittsfunktionen, z.B. zu Steuern, Recht, Finanzierung und Betrieb. Daran interessierte Mitglieder können gerne auch in mehreren Arbeitskreisen mitwirken, oder das jeweilige Thema direkt in Abstimmung mit dem Vorstand besprechen.

Die Mitarbeit in einem Arbeitskreis der Genossenschaft unterscheidet sich wesentlich von anderen Arbeitsgruppen wie dem EFZ oder der Energiewende Vaterstetten. Innerhalb der Genossenschaft sollen Projekte tatsächlich geplant und umgesetzt werden, entsprechende Investitionsmittel stehen zur Verfügung. Die Genossenschaft steht aber auch in der Verantwortung gegenüber allen Mitgliedern, die Mittel sinnvoll und optimal zu verwenden. Deshalb sind wichtige Entscheidungen nicht innerhalb eines Arbeitskreises, sondern in Abstimmung mit Vorstand und ggf. dem Aufsichtsrat oder sogar der gesamten Mitgliederversammlung zu treffen.

Wer also nicht nur theoretisch über Initiativen zur Energiewende diskutieren, sondern tatsächlich konkrete Pläne in die Umsetzung bringen möchte, findet in den Arbeitskreisen der Genossenschaft ein attraktives Betätigungsfeld.

Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, wenden Sie sich bitte direkt an einen der angegebenen Ansprechpartner, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit direkt abzustimmen. 

 

Stürmische Entwicklung – wir begrüßen das 100. Mitglied

Wir begrüßen mit Werner Voigt aus Zorneding ganz herzlich das 100. Mitglied in unserer Genossenschaft. Die Mitgliederzahl entwickelt sich damit weitaus schneller als geplant. Das ist für Vorstand und Aufsichtsrat Grund zur Freude und eine starke Motivation für das ehrenamtliche Engagement. Es bedeutet aber auch eine Herausforderung, die gezeichneten Anteile der Mitglieder gewinnbringend in regionale Projekte für erneuerbare Energien umzusetzen. Wir werden demnächst hier einen Plan veröffentlichen, wie wir die anstehenden Aufgaben durch aktive Mitarbeit interessierter Mitglieder gemeinsam stemmen möchten.

 


Der folgende Pressemitteilung wurde am 14.01. herausgegeben:


Pressemitteilung 2013/01 Stürmische Entwicklung


Eine Entwicklung der Mitgliederzahl über den Erwartungen meldet die am 24. Oktober letzten Jahres gegründete Bürgerenergiegenossenschaft „3E Eigene Erneuerbare Energie Genossenschaft eG“. Weitaus schneller als geplant konnte bereits Anfang Januar der 100. Mitgliedsantrag entgegengenommen werden. Der Zornedinger Werner Voigt wird nun in der Mitgliederliste der Genossenschaft mit der Mitgliedernummer 100 geführt.

Für die beiden Vorstände Werner Kümmel und Wolfgang Poschenrieder bietet dies Anlass, zusammen mit Bürgermeister Piet Mayr am 15. Januar Herrn Voigt im Zornedinger Rathaus zu gratulieren und mit ihm auf das Wohl der Genossenschaft anzustoßen. Vaterstettens Bürgermeister Robert Niedergesäß, wie Piet Mayr Aufsichtsratsmitglied der Bürgerenergiegenossenschaft, ist verhindert, übermittelte aber herzliche Glückwünsche.

„Ohne dass wir groß Werbung betreiben, bekommen wir zur Zeit eine sehr positive Resonanz aus der Bürgerschaft. Sobald wir unsere Managementstrukturen fertig aufgebaut haben und größere Projekte in Angriff nehmen können, werden wir aktiv auf Bürger und Unternehmen zugehen und attraktive finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten anbieten in örtliche Anlagen zur Erzeugung regenerative Energien“ meint Werner Kümmel. Ergänzend merkt Wolfgang Poschenrieder an: „Die Bürger haben begriffen, dass die Energiewende von unten her stattfindet. Sie wollen die Versorgung mit den Grundgütern Wärme und Strom nicht mehr allein den großen 4 überlassen, sondern selbst mitmischen. Unsere Genossenschaft bietet dafür eine wertvolle Unterstützung, daher müssen wir uns um den Erfolg der 3E eG nicht sorgen!“

Wer Mitglied werden und mitgestalten möchte, kann dies jederzeit tun und sich unter www. 3e-eg.de einen Mitgliedsantrag herunterladen. Als Mitglied hat man Stimmrecht in der Generalversammlung, erwirbt das Anrecht auf eine spätere Dividende und die Möglichkeit eine festverzinsliche Projektbeteiligung zu zeichnen. Vor allem aber sind alle Mitglieder herzlich eingeladen, sich mit Ideen und Initiativen in die Genossenschaft einzubringen.

Wirtschaftlichkeitsberechnung am Beispiel Krippendach Vaterstetten

Grundlage jeder Investitionsentscheidung ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, in der die über die Zeit erwarteten Ergebnisse ins Verhältnis gesetzt werden zu den aufgewendeten Mitteln. Das Ergebnis kann als Zahlenwert ausgedrückt werden. Allerdings sieht man diesem Zahlenwert nicht an, welche Parameter und Annahmen für die Berechnung verwendet wurden. Deshalb ist ein einfacher Zahlenwert ohne Beschreibung der zu Grunde gelegten Annahmen nicht aussagekräftig.

Die tatsächlichen Ergebnisse werden von den berechneten Ergebnissen abweichen, je mehr die Realität von den Annahmen abweicht. Die am Ende erreichte Wirtschaftlichkeit kann also besser oder schlechter als das berechnete Ergebnis sein. Bei einem Zeitraum von 20 Jahren können viele Annahmen nur Schätzungen sein, die nach 20 Jahren erreichte Wirtschaftlichkeit kann deshalb nach beiden Seiten größeren Abweichungen unterliegen.

Für PV-Anlagen haben wir in der Genossenschaft folgende Annahmen zu Grunde gelegt:

 

Einnahmen

Grundlage für die Einnahmen ist die erwartete Strommenge, multipliziert mit der Vergütung.

Die Vergütung ist gesetzlich festgelegt, aber abhängig vom Fertigstellungstermin der Anlage. Derzeit verringert sich die gesetzliche Vergütung um 2,5% pro Monat. Außerdem wird die Vergütung ab 2014 nur noch für 90% der produzierten Strommenge gezahlt. Die restlichen 10% müssen selbst vermarktet werden. Das kann durch Abnahme des Stroms direkt im Gebäude, oder durch Vermarktung durch E.ON zum Börsenpreis geschehen. Wir gehen derzeit in der Berechnung ab 2014 für die gesamte Laufzeit von 90% Einspeisung und einer Abnahme von 10% zum Börsenpreis von 5 ct/kWh aus. Eine mögliche Verbesserung der Einnahmen durch Direktvermarktung (ähnlich Eigenverbrauch) ist nicht berücksichtigt.

Die produzierte Strommenge hängt vom Wetter und von der Einstrahlung der Sonne ab. Die gesamte jährliche Einstrahlung kann mit dem kostenlos verfügbaren System PVGIS der Europäischen Kommission ermittelt werden, welches auf einer gut gepflegten Datenbank für Strahlungsdaten basiert:

http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php?lang=de&map=europe

In die Berechnung geht der Ort ein (Vaterstetten), sowie die Neigung (10°) und der Azimut (0°). Als Datenbank wird die neuere, satellitengestützte SAF-Datenbank verwendet. Die geschätzten Systemverluste bleiben mit 14% voreingestellt, ebenfalls alle anderen Werte. Dies ergibt für 1 kW installierte PV-Leistung einen Stromertrag von 969 kWh im Jahr.

Die Leistung der PV-Module kann mit der Zeit nachlassen. Deshalb wird die berechnete Leistung nur für das erste Jahr verwendet, jedes weitere Jahr wird mit einem typischen Wert von 0,5% Degradation belegt.

 

Ausgaben

Unter Ausgaben fallen alle laufenden Ausgaben, z.B. für Wartung, Versicherung, Betrieb und Reparaturen an. Die Kosten für Wartung und Versicherung sind vertraglich fixiert. Die verwendeten Komponenten sind für die erwartete Lebensdauer ausgelegt, und für die Module gibt es zusätzlich eine Herstellergarantie über 25 Jahre. Deshalb haben wir eine vergleichsweise geringe Instandhaltungsrücklage von 0,5% der Anschaffungskosten pro Jahr angenommen. Damit wäre zum Beispiel der einmalige Ersatz der Wechselrichter abgedeckt.

Weitere Ausgaben fallen für die Genossenschaft an, z.B. für Buchhaltung, Jahresabschluss und Verbandsbeiträge, verteilt auf alle Projekte. Diese Ausgaben sind aber nicht einem einzelnen Projekt zuzuordnen, und deshalb in der Projektberechnung nicht enthalten.

 

Finanzierungskosten

Mit Finanzierungsmodellen lassen sich höhere Renditen erreichen, solange der Zinssatz für die Finanzierung deutlich niedriger ist als die Rendite ohne Finanzierung. Ein Beispiel: Eine Investition über 100.000 € und einem Ertrag von 5.000 € im Jahr liefert eine Rendite von 5%. Wenn jetzt für diese Investition die Hälfte über einen Kredit zu 2,5% finanziert wird, fallen für ein Jahr zusätzliche Zinskosten von 1.250 € an (2,5% von 50.000 €). Der Ertrag wäre also nur noch 3.750 €, die Rendite steigt dagegen auf 7,5%, da die Eigenkapitalsumme nur noch 50.000 € beträgt.

Die Genossenschaft entscheidet pro Projekt, ob und welche Finanzierungsmöglichkeiten genutzt werden. Unabhängig davon wird die Wirtschaftlichkeitsberechnung grundsätzlich ohne Finanzierung berechnet, um die reine Objektrendite zu ermitteln und die Vergleichbarkeit mit anderen Projekten zu ermöglichen.

 

Dividenden, Steuern und Abschreibungen

Die Mitglieder erwarten für ihre Anteile eine Dividendenzahlung, zusätzlich muss die Genossenschaft für ihre Gewinne Steuern bezahlen, während Abschreibungen über die Laufzeit zu steuerlichen Entlastungen führen. Wie bei den Finanzierungskosten möchten wir in der Wirtschaftlichkeitsberechnung die Rendite eines Projekts ermitteln und vergleichen können. Deshalb werden Dividenden, Steuern und Abschreibungen hier nicht mit berücksichtigt.

 

Inflation

Grundsätzlich spielt bei Zeiträumen von 20 Jahren die Inflationsbetrachtung eine wichtige Rolle. Bei einer PV Anlage bleibt die Vergütung jedoch gemäß EEG über den gesamten Zeitraum konstant. Da im Unterschied zur allgemeinen Preisentwicklung bei PV-Anlagen von einer weiteren Senkung der Anlagenpreise auszugehen ist, sind auch keine Kostensteigerungen bei Wartung oder Versicherung zu erwarten. Deshalb wird die gesamte Berechnung ohne Berücksichtigung der Inflation durchgeführt.

 

Restwert

Nach 20 Jahren ist die Anlage zwar steuerlich abgeschrieben und die Vergütung nach EEG beendet, die Anlage kann aber dann immer noch Strom liefern und einen Restwert beinhalten. Selbst eine geringe Vergütung kann dann einen erheblichen Zusatzgewinn erzeugen und die Gesamtrendite verbessern. Da eine Abschätzung über den Wert nach 20 Jahren aus heutiger Sicht aber schlicht unmöglich ist, wird zur Vergleichbarkeit immer ein Restwert von 0 angenommen.

 

Beispielberechnung für das Krippendach Vaterstetten

Die exakten Zahlen stehen erst fest, wenn die Anlage am Stromnetz angeschlossen ist. Die folgende Berechnung stellt den Ablauf der Berechnung beispielhaft dar, einzelne Werte können sich noch ändern.

 

Anschaffungskosten:

Kosten der Anlage: 50.000 € inkl Montage

Leistung der Anlage: 30 kWp

Erzeugte Strommenge: 29.070 kWh im ersten Jahr (bei Einspeisung über das gesamte Jahr)

 

Laufende Einnahmen:

in 2013:

Einspeisevergütung: 17,45 ct (bis 10 kWp), 16,56 ct (über 10 kWp), ergibt einen Durchschnitt von 16,85 ct/kWh für 30 kWp

Bei Einspeisung ab März erzielen wir ca. 94,1% der Jahresgesamtleistung, ergibt für 2013  4.609 €

ab 2014:

Einspeisevergütung: 16,85 ct (für 90%), 5 ct Marktpreis (für 10%), ergibt einen Durchschnitt von 15,67 ct/kWh

Einnahmen ab 2014: 4.531 € abnehmend bis 4.140 €, Durchschnitt 4.333 € / Jahr über 19 Jahre

 

Laufende Ausgaben:

Kosten für Betrieb (Versicherung, Wartung) pro Jahr: 600 €

Rücklagen für Reparaturen pro Jahr: 250 €

Gesamtkosten: 850 € / Jahr

 

Überschuss und Rendite:

Überschuss in 2013: 3.759 €

Überschuss ab 2014: 3.483 € / Jahr im Durchschnitt

Einnahmen über 20 Jahre: 69.936 €
Dies entspricht 140% des eingesetzten Kapitals, oder einer Gesamtrendite von 3,5%

 

Zusammenfassung

Die errechnete Rendite für das erste Genossenschaftsprojekt ist durch die von der Politik beschlossenen Kürzungen für die Einspeisevergütung deutlich geringer, als es noch vor 1 – 2 Jahren möglich gewesen wäre. Dennoch ergibt sich ein vernünftiges und tragbares Ergebnis. Von diesem Ergebnis müssen noch Aufwände für Steuern und Abgaben und den Betrieb der Genossenschaft abgezogen werden, bevor unter Berücksichtigung von Rücklagen die Generalversammlung über die Dividende entscheiden kann.

Das Ergebnis ist auf jeden Fall auf Basis der oben genannten Annahmen zu interpretieren, und nicht nur als simpler Zahlenwert. Die tatsächliche Rendite kann durch zusätzliche Kosten, insbesondere unerwartete Defekte und Reparaturen, deutlich sinken. Sie kann aber auch steigen, z.B. wenn der Strom durch direkte Abnahme innerhalb des Gebäudes zu höheren Einnahmen führt. Durch die optionale Verlängerung des Dachnutzungsvertrags auf mehr als 20 Jahre können zudem weitere Einnahmen generiert werden, der daraus entstehende Restwert addiert sich direkt zu den oben genannten Einnahmen und kann das Ergebnis entscheidend verbessern. 

Informationsveranstaltung in Zorneding

Titelbild: 

Energiegenossenschaft auf Erfolgskurs

Eine Informationsveranstaltung des Energie-Forum Zorneding.

 

 

am Dienstag, 8. Jan. 2013 um 19.30 Uhr

im Gemeindehaus der Christophoruskirche, Lindenstr. 11, Zorneding

 

 

Am 24. Oktober gründeten 33 Mitglieder der Energiewende Vaterstetten und des Energie-Forum Zorneding zusammen mit den Ersten Bürgermeistern als Vertreter der Gemeinden Vaterstetten und Zorneding im Rathaus Vaterstetten die „3E Eigene Erneuerbare Energie Genossenschaft eG“. Als Mitglied der Genossenschaft können alle Vaterstettener und Zornedinger Bürger die Energiewende in ihrer Umgebung selbst mitgestalten, zügig umsetzen und an den Gewinnen gemeinsam finanzierter Anlagen teilhaben.

Nach dem Informationsabend der Energiewende Vaterstetten am 14.11. bietet das Energie-Forum Zorneding am 8.1. nochmals die Gelegenheit, die 3E aus der Nähe kennen zu lernen. Vorstand und Aufsichtsrat der „3E Eigene Erneuerbare Energie Genossenschaft“ in Gründung werden die Genossenschaft vorstellen, Neues berichten und anschließend Ihre Fragen beantworten.

Interessierte Einwohner aus Vaterstetten und Zorneding können nach der Vorstellung einen Aufnahmeantrag stellen. Weitere Informationen zur Genossenschaft erhalten Sie jederzeit unter www.3e-eg.de oder per Email an info@3e-eg.de

Das Energie-Forum Zorneding freut sich auf Ihr Kommen!

Wolfgang Poschenrieder
Sprecher des Energie-Forum Zorneding
wolfgang.poschenrieder@googlemail.com

Die Energiewende ist in Bürgerhand

Die folgende Erklärung wurde anlässlich des ersten Bundestreffens der deutschen Energiegenossenschaften parteiübergreifend von den Bundestagsabgeordneten Hans Josef Fell (Die Grünen), Josef Göppel (CSU), Ingbert Liebing (CDU) und Waltraud Wolff (SPD) unterzeichnet. Ein Bericht dazu findet sich auf der Web Site von Hans Josef Fell.

Energie aus Bürgerhand stärken

Berliner Aufruf

19. November 2012

Das erste Bundestreffen der deutschen Energiegenossenschaften und Bürgerenergieprojekte drückt eine neue Qualität bürgerschaftlichen Engagements aus. Die Kleinerzeuger von Energie formieren sich, um den weiteren Verlauf der Energiewende bewusst mitzugestalten.

Die deutsche Bevölkerung greift die Chancen der Energiewende aktiv auf: Seit 2005 haben sich über 80.000 Bürger in rund 600 Energiegenossenschaften zusammengeschlossen - das ist die konsequenteste Form der Bürgerbeteiligung mit dem Prinzip des gleichen Stimmrechts für alle. Darüber hinaus gibt es weitere Formen des genossenschaftlichen Engagements, die ebenfalls auf dem Kongress vorgestellt werden. Ihnen allen ist gemein, dass sie die Energiewende dezentral gestalten und die Wertschöpfung in der jeweiligen Region halten.

Ermöglicht wird das durch einen historischen Entwicklungsschub, der die technologischen Grundlagen des Lebens in Richtung Dezentralität und Kleinteiligkeit verändert: Durch das Zusammentreffen neuer Informationstechnologien mit erneuerbaren Energien können Millionen Menschen von passiven Energiekonsumenten zu eigenverantwortlichen Akteuren in der Wirtschaft werden. Das Einkommen aus der Energieproduktion fließt nicht mehr in anonyme Aktienpakete, sondern kommt Landwirten, Hausbesitzern, Handwerkern und vielen Privatleuten zugute, die sich an Windrädern und Solaranlagen beteiligen oder diese vor Ort installieren und warten. Das ermöglicht eine breite Eigentumsstreuung im Energiebereich und stärkt so die Mittelschichten der Gesellschaft.

In den Städten ist Solarstrom die einzige erneuerbare Energie, die leicht angewendet werden kann und direkten Eigenverbrauch ermöglicht. Photovoltaik weist keine mechanisch beanspruchten Teile auf und durch die Direktbelieferung von Mietern wird eine Durchleitung durch Hoch- und Höchstspannungsnetze überflüssig. In Verbindung mit dem kostenfreien Betriebsstoff Sonne können mehr Dachflächen in den Städten marktwirtschaftlich tragfähig zur Energieversorgung genutzt werden.

Auch das Leben auf dem Land bekommt durch die dezentrale Energiewende eine neue ökonomische Basis. Junge Menschen sehen dort wieder Perspektiven. Durch die regionale Versorgung mit Energie bilden sich neue Stadt-Land-Partnerschaften, die das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region stärken. Denn nur auf dem Land lassen sich Wind und Biomasse nutzen und tragen so zur Stabilisierung der Stromversorgung bei. Biomasse kann an die Nachfrage angepasst werden und helfen, Lücken in der Stromproduktion durch Sonne und Wind zu überbrücken.

Insgesamt fördert die Dezentralisierung eine stabilere Stromversorgung. Die Gesellschaft ist nicht mehr von wenigen Großkraftwerken abhängig oder steigenden Rohstoffkosten und Unsicherheiten im Import ausgeliefert, sondern kann flexibel und selbstbestimmt reagieren. Außerdem tragen die erneuerbaren Energien mittelfristig zur Verbilligung des Stroms bei. Zwar erfordern sie hohe Anfangsinvestitionen, doch der „Brennstoff“ bei den Hauptenergieträgern Wind und Sonne kostet nichts.

Diese Aspekte machen erneuerbare, dezentrale Energieversorgung besonders für Entwicklungsländer interessant. Deutschland hat als weltweiter Vorreiter bei der Energiewende einen Vorsprung, der in der Entwicklungszusammenarbeit und im Außenhandel große Potenziale bietet und zugleich Chancen für die Bevölkerung in diesen Ländern schafft. Erneuerbare Energien eröffnen den Menschen auf dem Land wirtschaftliche Perspektiven und wirken so der weiteren Slum-Bildung entgegen.

Die Energiewende muss deshalb entschlossen weiter geführt werden. Sie stärkt die Chancen Deutschlands auf dem Weltmarkt und hilft mit, unsere wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Auf Initiative der Bundestagsabgeordneten:

Hans Josef Fell (Die Grünen) Josef Göppel (CSU)
Ingbert Liebing (CDU) Waltraud Wolff (SPD)

Quelle (PDF Datei): www.hans-josef-fell.de/content/index.php?option=com_docman&task=doc_download&gid=765&Itemid=77

Die Lüge vom teuren Ökostrom

Der folgende Artikel wurde mit freundlicher Genehmigung von Dr. Franz Alt von der Seite www.sonnenseite.com übernommen.

 

Wirtschaftsminister Philipp Rösler sagt in diesen Tagen gebetsmühlenartig: „Die Erneuerbaren Energien sind wesentlich schuld am steigenden Strompreis.“ Und viele Journalisten beten das Märchen vom teuren Ökostrom unreflektiert nach. Doch wissenschaftliche Studien belegen, dass Sonnen-, Wind- und Wasserkraftstrom schon heute billiger sind als Strom aus Atom- oder Kohlekraftwerken.

 

Der Unterschied: Die Milliarden-Subventionen für herkömmlichen Strom zahlen wir über unsere Steuern – sie tauchen in keiner Stromrechnung auf. Die 2,7 Cent, die wir ab 2013 zusätzlich für jede Kilowattstunde Strom zugunsten der Energiewende berappen müssen, stehen jedoch auf jeder Stromrechnung. Insgesamt kostet uns die Energiewende ab Januar 5,3 Cent pro Kilowattstunde.

 

Die wirklichen Kosten: Seit 1970 wurde Atomstrom in Deutschland mit knapp 200 Milliarden Euro Steuergelder gefördert, Strom aus Stein- und Braunkohle gar mit 250 Milliarden Euro – die Erneuerbaren mit knapp 60 Milliarden, aber nicht über Steuern, sondern über den allgemeinen Strompreis.

 

Doch selbst diese Rechnung ist noch einseitig zu Lasten der erneuerbaren Energien. Denn sie erzeugen so gut wie keine Folgekosten, während beim Atommüll für etwa eine Million Jahre Entsorgungskosten in unvorstellbaren Milliardenhöhen anfallen und Kohle, Gas und Öl das Klima aufheizen.  Was die Klimaerwärmung bewirkt haben wir soeben wieder bei Sturm „Sandy“ in der Karibik und New York erlebt: Über 100 Tote und weit über 50 Milliarden Dollar Schäden.

 

Das Märchen vom teuren Ökostrom hat politische und publizistische Folgen: Manch konservativer Politiker träumt schon wieder von längeren Laufzeiten der Atommeiler und in der Bildzeitung haben sich bei einer Umfrage zwei Drittel von 100.000 Lesern die Atomenergie zurückgewünscht. Atompropaganda statt journalistischer Aufklärung.

 

Die Preisrealität sieht so aus: Der frühere Chefvolkswirt der Weltbank, Sir Niclas Stern, hat schon 2007 vorgerechnet, dass die Energiewende viel Geld kostet, aber keine Energiewende für die Weltwirtschaft durch die Klimaschäden der alten Energien und durch deren steigende Preise fünfmal so teuer wird.

 

Wenn also marktwirtschaftlich richtig gerechnet wird, das heißt die Folgekosten mit bedacht werden, dann ist Solar- und Windstrom schon heute kostengünstiger als der bisherige fossil-atomare Strom-Mix. Jeder Verbraucher kann beim Vergleich seiner heutigen Energierechnung mit – sagen wir – Energiepreisen vor zehn Jahren feststellen: Der Strom wurde in dieser Zeit etwa 70% teurer, aber das Heizöl um etwa 200%.  Auch die Benzinpreise stiegen und steigen schneller als die Strompreise – trotz der Energiewende.

 

Wer den herkömmlichen Strom mit Ökostrom vergleicht, verwechselt Äpfel  mit Birnen, weil Solar- und Windstrom das gesellschaftlich wertvollere Produkt ist. Es entstehen für Kinder und Enkel nämlich keine Gesundheitsschäden und keine Folgekosten. Einige Cent pro Kilowattstunde Strom sollte uns das gute Leben unserer Nachkommen freilich schon wert sein.

 

Eine neue Studie des Forums für Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) kommt in dieser Frage zum Schluss: „Konventionelle Energien verursachen deutlich mehr Kosten als den Stromkunden direkt in Rechnung gestellt werden.“

 

Und das Bundesumweltamt bestätigt: „Für Atomkraft und Kohle mussten die Verbraucher deutlich mehr Subventionen aufbringen als für die jetzige Energiewende und für die Erneuerbaren Energien.“

 

Hinzu kommen bei den alten Energieträgern: Hunderte Milliarden Gesundheitskosten, Umweltschäden, Klimaschäden, Schäden durch nukleare Verstrahlung und Entsorgungskosten. Die Vertreter der Münchner Rückversicherung machen auf diese Milliardenschäden seit Jahrzehnten aufmerksam.

 

Scherzhaft gefragt: Was kostet es zum Beispiel, einen Pförtner zu bezahlen, der für eine Million Jahre Atommüll bewachen muss? Ich habe für eine meiner Sendungen in der ARD schon vor 20 Jahren das Fraunhofer-Institut in Karlsruhe ausrechnen lassen, was eine Kilowattstunde Atomstrom wirklich kosten müsste, wenn die Endlagerkosten und  realistische Versicherungskosten für AKW mit berechnet würden.

 

Ergebnis: 4 Mark je KWh, also zwei Euro.

 

Sonne und Wind schicken uns keine Rechnung

 

Dies ist der unschätzbare ökonomische Vorteil der künftigen ökologischen Energieversorgung. Ökoenergien sind umweltfreundlich und ihr Stoff geht uns nach menschlichem Ermessen niemals aus – während Kohle, Gas und Öl schon deshalb immer teurer werden müssen, weil sie in wenigen Jahrzehnten zu Ende gehen.

 

Da es sich dabei schlicht um Naturgesetze handelt, die wir lernen und beachten müssen, führt an der Energiewende kein Weg vorbei.

 

Wie soll eine Industrienation wie Deutschland ohne Energie künftig funktionieren? Die ökologische Energiewende ist mittel- und langfristig sogar preiswerter als ein Weiter-so wie bisher.

 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat soeben gesagt: „Die Strompreise sind vor der Energiewende stärker gestiegen als danach. Langfristig wird Energie durch die Energiewende billiger.“ Der Mann hat richtig gerechnet.

 

Sicher: Am Anfang ist jede neue Technologie teuer. Das war so beim Fernseher, bei der Waschmaschine und beim Auto. Aber durch Massenproduktion werden alle Technologien billiger.

 

Dieselbe Entwicklung erleben wir jetzt beim Solarstrom und haben wir beim Windstrom schon vor zehn Jahren gesehen: Im Jahr 2000 kostete die Kilowattstunden Solarstrom noch 70 Cent, heute 16 Cent und in etwa 10 bis 15 Jahren werden wir bei fünf Cent pro Kilowatt von der Sonne sein.

 

Eine geradezu sensationelle Preisentwicklung in positiver Hinsicht. Ich bitte Sie dazu einen Blick auf die untenstehenden Kurven zu werfen – siehe Grafik 1.

 

 

 

© solarwirtschaft.de | bmu.de

 

Die Erneuerbaren Energien sind schon heute, aber erst recht morgen unschlagbar preiswert, weil ihre Rohstoffe ein Geschenk der Natur und des Himmels sind. Wer dies begriffen hat, versteht die Vorteile der Energiewende und die Notwendigkeit einer solaren Energierevolution und einer solaren Weltwirtschaft.

 

Auch Kernenergie war am Anfang teuer. Und ist es heute noch. Die FÖS-Studie hat die aktuellen gesamtwirtschaftlichen Kosten aller Energieträger für das Jahr 2012 so errechnet: Windstrom 8,1 Cent, Wasserkraft 7,6 Cent, Steinkohle 14,8 Cent, Atomstrom zwischen 16.4 und 42.2 Cent.

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass die Energiewende nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch geboten ist. Die Ökoenergien sind die preiswertere Variante und zudem eine riesige Chance für die gesamte deutsche Volkswirtschaft.

 

Ökoenergien werden ein deutscher Exportschlager. Von den sechs erneuerbaren Energien – Sonne, Wind, Bioenergie, Wasserkraft, Geothermie und Wellenenergie – ist Deutschland technologisch bereits bei drei Weltmarktführer: bei Sonne, bei Wind und bei Biogas. Und soeben kommen noch die notwendigen Speichertechnologien dazu, bei denen die deutsche Technik ebenfalls vorne liegt.

 

2012 wird in Deutschland bereits 25% Ökostrom gewonnen. Im Jahr 2.000 waren wir noch bei fünf Prozent. Wir können das 100-Prozentziel bis 2025 oder spätestens 2030 erreichen. Diese erfreuliche Entwicklung wurde nicht dank der alten Energiekonzerne geschafft, sondern dank engagierter Bürger, Bauern, Hausbesitzer, Mittelständler, Stadtwerken und Lokalpolitikern aller Parteien. Also von unten.

 

Diese erfreuliche Entwicklung führt dazu, dass immer weniger Geld zu den arabischen Ölscheichs und zu den russischen Gasbaronen schicken müssen. Energiewende bedeutet mehr Unabhängigkeit und mehr Freiheit. Das Geld der Region bleibt in der Region.

 

Es entsteht regionale Wertschöpfung und die Arbeitsplätze entstehen in der Region. Durch den jetzt schon geringeren Import von Öl und Gas hat die deutsche Volkswirtschaft 2011 acht Milliarden Euro eingespart.

 

Alle diese erfreulichen Zahlen werden von den hysterischen Kritikern der Energiewende nicht bedacht oder verdrängt. Die Energiewende hat bereits zu knapp 400.000 neuen und zukunftssicheren Arbeitsplätzen geführt, sagt das Bundesumweltministerium. Jahr um Jahr werden jetzt durch die Energiewende mehr Arbeitsplätze bei uns entstehen. Ein unschätzbarer sozialer Vorteil der Ökoenergien. Und unsere Export-Import-Bilanz wird von Jahr zu Jahr günstiger.

 

Die Energiewende-Planer der schwarz-gelben Bundesregierung haben freilich eine soziale Schieflage in ihre Energiewende-Politik eingebaut. Private Verbraucher müssen nämlich die Ökostromabgabe für die Großindustrie mitfinanzieren. Es gibt zu viele Befreiungen von der Umlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). Das ist ungerecht und sollte rasch geändert werden.

 

Dann erhält die notwendige Wende eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz. Die Energiewende muss solidarischer gestaltet werden. Und sozial Schwache sollten und könnten von zusätzlicher Belastung befreit werden.

 

Die Internationale Energieagentur in Paris befürchtet, dass sich der Ölpreis bis 2020 nochmals verdoppeln könnte. Dann werden wir über die heutigen hitzigen Diskussionen wegen einigen Cent Ökostrom pro KWh milde lächeln.

 

Die einzig vernünftige Erkenntnis aus den genannten Fakten und Zahlen lautet: Die Energiewende kostet, aber keine Energiewende kostet unser aller Zukunft. Noch haben wir die Wahl.

Auch Wirtschaftsminister Rösler wird lernen müssen, dass ohne rasche Energiewende der Energieversorgung ein Kollaps bevorsteht.

Quelle: © Franz Alt 2012,  www.sonnenseite.com

PV Anlage auf dem Krippendach in Vaterstetten

Der Rohbau des Krippenhauses Mitte September. Mittlerweile wird schon die Dachschicht aufgetragen

 

Das erste Projekt der 3E Genossenschaft nimmt konkrete Formen an. Auf dem Neubau der Kinderkrippe am Eulenweg in Vaterstetten wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 30 kWp errichtet. Damit lässt sich elektrische Energie von etwa 30.000 kWh im Jahr erzeugen, das entspricht dem Jahresverbrauch von 8 – 10 Haushalten.

Die Gemeinde Vaterstetten hat das Dach der Genossenschaft zur sehr günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um ein Flachdach mit einem Ausmaß von etwa 30 m x 37 m in Nord-Süd-Ausrichtung. Das Foto zeigt das Dach im Rohbau, Stand Mitte September. Unter Berücksichtigung von Aussparungen und Verschattungen werden wir 122 Module unterbringen. Die PV-Anlage ist bereits bestellt und wird, wenn das Wetter mitspielt, noch dieses Jahr installiert.

Die Module werden von der spanischen Firma Siliken geliefert. Diese Module lagen in einem detaillierten Test der Zeitschrift Photon in den letzten beiden Jahren auf Platz 1 und 2. Die Wechselrichter liefert die Firma SMA, der führende deutsche Anbieter für diese Technologie. Das Montagegestell kommt von der Firma Schletter aus Kirchdorf bei Haag in Oberbayern. Lieferung und Aufbau schließlich werden durch die Firma Elektro Maier & Hejny in Glonn erbracht. Herr Hejny hat uns auch bei der Planung und Konfiguration tatkräftig unterstützt.

Die optimale Neigung der Module liegt für eine bestmögliche Energieausbeute in unseren Breitengraden bei etwa 35°. Allerdings sind mit dieser Neigung recht große Abstände zwischen den Modulen erforderlich, damit eine Verschattung vermieden wird. Mit flacheren Neigungswinkeln können mehr Module auf der vorgegebenen Fläche aufgebaut werden.

Wir haben uns letztendlich für einen Neigungswinkel von 10° entschieden. Das reduziert die Ausbeute pro Modul um etwa 7%, erlaubt aber 25% mehr Module auf dem Dach. Die Kosten für das Montagegestell reduzieren sich erheblich, und außerdem werden dadurch Befestigungsprobleme auf dem Dach vermieden. Mit 10° Neigung können die Module sicher verankert werden, ohne dass die Dachhaut verletzt wird. Bei stärkerer Neigung wäre eine deutlich aufwändigere Befestigung notwendig, um die Module auch bei Sturm sicher am Platz zu halten.

Mit diesen Vorentscheidungen kommen wir mit 122 Modulen à 245 W auf eine Gesamtleistung von 29,89 kWp. Damit haben wir die 30 kW Grenze gerade eingehalten und können damit über den vorhandenen Hausanschluss einspeisen. Bei Anlagen über 30 kW wäre die Netzverträglichkeitsprüfung deutlich aufwändiger, teurer, und hätte möglicherweise den Anschluss an einem weiter entfernten Transformator erfordert.

Die weitere Terminplanung muss jetzt eng mit dem Baufortschritt koordiniert werden. Das Richtfest wurde gerade gefeiert. Wenn das Wetter mitspielt und die Dachabdeckung bis Mitte November fertiggestellt ist, wird Herr Hejny hoffentlich noch im November die Anlage montieren. Dieser Termin gilt dann für die Festlegung der Einspeisevergütung. Bis zum ersten Stromertrag dauert es dann noch etwas länger, der elektrische Hausanschluss wird erst im Januar oder Februar gelegt, und erst dann können wir auch mit Einnahmen rechnen.

 

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