PV Anlage auf dem Krippendach in Vaterstetten

Der Rohbau des Krippenhauses Mitte September. Mittlerweile wird schon die Dachschicht aufgetragen

 

Das erste Projekt der 3E Genossenschaft nimmt konkrete Formen an. Auf dem Neubau der Kinderkrippe am Eulenweg in Vaterstetten wird eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 30 kWp errichtet. Damit lässt sich elektrische Energie von etwa 30.000 kWh im Jahr erzeugen, das entspricht dem Jahresverbrauch von 8 – 10 Haushalten.

Die Gemeinde Vaterstetten hat das Dach der Genossenschaft zur sehr günstigen Konditionen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um ein Flachdach mit einem Ausmaß von etwa 30 m x 37 m in Nord-Süd-Ausrichtung. Das Foto zeigt das Dach im Rohbau, Stand Mitte September. Unter Berücksichtigung von Aussparungen und Verschattungen werden wir 122 Module unterbringen. Die PV-Anlage ist bereits bestellt und wird, wenn das Wetter mitspielt, noch dieses Jahr installiert.

Die Module werden von der spanischen Firma Siliken geliefert. Diese Module lagen in einem detaillierten Test der Zeitschrift Photon in den letzten beiden Jahren auf Platz 1 und 2. Die Wechselrichter liefert die Firma SMA, der führende deutsche Anbieter für diese Technologie. Das Montagegestell kommt von der Firma Schletter aus Kirchdorf bei Haag in Oberbayern. Lieferung und Aufbau schließlich werden durch die Firma Elektro Maier & Hejny in Glonn erbracht. Herr Hejny hat uns auch bei der Planung und Konfiguration tatkräftig unterstützt.

Die optimale Neigung der Module liegt für eine bestmögliche Energieausbeute in unseren Breitengraden bei etwa 35°. Allerdings sind mit dieser Neigung recht große Abstände zwischen den Modulen erforderlich, damit eine Verschattung vermieden wird. Mit flacheren Neigungswinkeln können mehr Module auf der vorgegebenen Fläche aufgebaut werden.

Wir haben uns letztendlich für einen Neigungswinkel von 10° entschieden. Das reduziert die Ausbeute pro Modul um etwa 7%, erlaubt aber 25% mehr Module auf dem Dach. Die Kosten für das Montagegestell reduzieren sich erheblich, und außerdem werden dadurch Befestigungsprobleme auf dem Dach vermieden. Mit 10° Neigung können die Module sicher verankert werden, ohne dass die Dachhaut verletzt wird. Bei stärkerer Neigung wäre eine deutlich aufwändigere Befestigung notwendig, um die Module auch bei Sturm sicher am Platz zu halten.

Mit diesen Vorentscheidungen kommen wir mit 122 Modulen à 245 W auf eine Gesamtleistung von 29,89 kWp. Damit haben wir die 30 kW Grenze gerade eingehalten und können damit über den vorhandenen Hausanschluss einspeisen. Bei Anlagen über 30 kW wäre die Netzverträglichkeitsprüfung deutlich aufwändiger, teurer, und hätte möglicherweise den Anschluss an einem weiter entfernten Transformator erfordert.

Die weitere Terminplanung muss jetzt eng mit dem Baufortschritt koordiniert werden. Das Richtfest wurde gerade gefeiert. Wenn das Wetter mitspielt und die Dachabdeckung bis Mitte November fertiggestellt ist, wird Herr Hejny hoffentlich noch im November die Anlage montieren. Dieser Termin gilt dann für die Festlegung der Einspeisevergütung. Bis zum ersten Stromertrag dauert es dann noch etwas länger, der elektrische Hausanschluss wird erst im Januar oder Februar gelegt, und erst dann können wir auch mit Einnahmen rechnen.